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Um die Geschichte der Strecke richtig zu verstehen, muß man, glaube ich, die Landschaft von Creuse als Ausgangspunkt nehmen. Für Pierre Bardinon ist es keine Landschaft wie jede andere. Seine Familie ist hier verwurzelt. Hier ist er groß geworden, in einem Land, wo alles rauh ist und stark, wie der Geruch der am Abend aufsteigt, der Geruch von Erde, von Humus, bei einer Luftqualität, die einen plötzlich besser durchatmen läßt. Es ist ihm tief verbunden. In Creuse also beginnt die Laufbahn Pierres, seine Existenz mißt sich an dem Horizont, den man hier vorfindet. Als junger Mann ahnt Pierre Bardinon noch nicht, daß sein Leben sich im Mas-du-Clos erfüllen wird. Er ist ohne Zweifel empfänglicher für den Lärm und das Fauchen der Rennwagen als für die Stille der Sonnenuntergänge in Creuse. Und doch gerade aus dieser unerwarteten Kombination entsteht eine der schönsten Rennstrecken der Welt. |
Die Idee zur Einrichtung der Strecke kommt in erster Linie von einem Mann, der seine Gegend "in Bewegung" sehen will und sich selbst eine Freude bereiten möchte. Alles geht sehr schnell: 1963 Errichtung einer ersten Strecke von 400 Metern, 1965 Gründung der ASA Mas-du-Clos, Mitglied der Fédération Française du Sport Automobile und Genehmigung der Strecke für jede Art von Rennen oder Training unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Es geht Schlag auf Schlag, von den anfänglich bescheidenen 400 Metern über eine Zwischenversion von 1 Kilometer kommt die endgültige Strecke im Jahr 1967 zum Abschluß. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht in der kleinen Welt des französischen Motorsports: In Creuse ist ein neues Brands Hatch fertiggestellt worden. |

Matra drehte hier als erster Rennstall seine Runden, Pescarolo wählt nach seinem Unfall von Le Mans den Mas-du-Clos für seine ersten Runden, dann kommen Ligier, Alpine, Dunlop für Versuchsfahrten. Auch Jim Clark kommt, nimmt Fühlung mit der Strecke auf und sagt: "Vor allem eins, Pierre, geh nur nicht weiter " Weitergehen, das heißt die Strecke dem breiten Publikum öffnen, sie für offizielle Wettkämpfe genehmigen lassen. "Ja, ich konnte weitergehen - sagt Pierre - aber so wie die Strecke war, daß sie die besten französischen Teams anzog, konnte ich mit den größten Champions Umgang pflegen, mit dem Motorsport in Kontakt bleiben, Freundschaften in den Kreisen schließen, die mir gefielen und auch die Marken-Clubs sind gekommen!" Die ersten: Ferrari, Bugatti, Bentley. Es war der erste Club-Ausflug zum Mas-du-Clos; damals sind sie noch "gruppiert" alle drei zusammen gekommen. Porsche war 1971 da, dann Facel-Vega, Gordini, Aston-Martin, Peugeot, Mercedes, Alfa-Romeo, Toyota, BMW... Clubs, Hersteller, für die Öffentlichkeitsarbeit, für den Sport oder als Werbung für ein neues Modell, zum Kennenlernen und sobald man es kannte , um ganz schnell wiederzukommen! Der Ring war somit eingeführt. |
Bei den Clubs ist er zu einer Tradition geworden, sie melden sich schon jeweils fürs kommende Jahr an. Pierre meint dazu, daß die Saison eigentlich recht kurz ist, der Grund liegt im langen Winter von Creuse; mit kaum acht Monaten ist der Ring von April bis November ausgelastet; man muß also schon vorher reservieren Wirtschaftlich gesehen beschert der Betrieb der Strecke heute dem regionalen Hotelgewerbe etwa 7.000 Übernachtungen pro Jahr, Gaststätten und Einzelhandel kommen noch dazu. Pierre erzählt Yanne an seiner Seite hört zu, teilt seine Erinnerungen und Projekte. Das Werk von zwei Menschen, der Mas-du-Clos. Ein Werk für die Freunde: "Für mich gibt es nichts Größeres als Freunde zu haben, die meine Leidenschaft teilen. Freunde, die kommen, um sich eine Freude zu gönnen, um dieselbe Leidenschaft zu teilen, ohne Neid, ohne Eifersucht." |